Sonntag, 28. August 2016

Schoko-Dinkel-Pancakes - leicht und schnell

Von meinen Freundinnen habe ich zu meinem letzten Geburtstag ein Kochbuch geschenkt bekommen. Entgegen dem Trend bin ich keine Sammlerin solcher. Bei mir zu Hause stehen Das Backbuch vom Verlag für die Frau Leipzig, 15. Auflage von 1986, und ein Bayerisches Kochbuch vom Birkenverlag München, 45. Auflage 1976, das mein Mann mit in die Ehe brachte, im Regal. Neue Rezepte besorgt mir Google. Aber meist esse ich ganz langweilig morgens Brot oder Eier - und natürlich Kaffee -  mittags gehe ich in die Kantine oder hole mit etwas in der Stadt, abends wird gekocht: Bratklopse, Nudeln, Schnitzel, Eintopf, im Sommer Salat - was man eben so in unseren Landen kennt. ;-)

Mit diesem neuen Kochbuch überkam mich geballte Inspiration. Die Bilder in diesem Buch haben mich umgehauen. So etwas von überbordender Fülle habe ich noch nie in Verbindung mit Lebensmitteln gesehen. Mein Vater hätte dazu gesagt Aasen mit Lebensmitteln. Aber mal ehrlich: Wo gehobelt wird, da fallen Späne! Wenn ich koche, sieht die Küche auch danach aus. Die Arbeitsplatte, der Fußboden, ich - alles verrät, was ich getan habe. Nun, ich bin eine leidenschaftliche Frau. ;-) Wenn ich mich einer Sache öffne, dann ganz. Eat better not less - so lautet der Titel des besagten Buches - drückt nämlich genau das aus: Scheiß auf Kalorienzählen! Scheiß auf Low Fat, Low Carb, Trennkost usw.! Ich höre auf meinen Körper! Je besser mein "Gehör" wird, desto bewusster wird mein Essen - ganz von alleine. Deshalb gab es heute morgen Schoko-Dinkel-Pancakes. Die sättigen gut und man hat so viele Möglichkeiten bei den Beilagen. Wer es deftig mag, kann sich Bacon dazu braten oder auch Eier. Ich hatte heute Appetit auf Schmadderkram und habe deshalb griechischen Joghurt draufgetan. Den liebe ich. :-)


Schoko-Dinkel-Pancakes

Hier ist das Rezept:

Ich habe sechs Pancakes aus dem Rezept bekommen. Das sind zwei Portionen - eine für heute, eine für morgen. Ich wärme die Kuchen am nächsten Tag im Toaster auf. Das geht super.



Teig:
40 g Dinkelvollkornmehl, 1 EL Kakaopulver, 1 Eiweiß, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 1/2 sehr reife Banane, Milch

Topping:

6 EL griechischen Joghurt, 1 Banane, 3 EL gehackte Haselnüsse, Ahornsirup oder Agavendicksaft

Die halbe Banane mit der Gabel zermanschen und bis auf die Milch alle Zutaten damit verrühren. So viel Milch hinzugeben, bis der Teig dickflüssig ist. Danach zehn Minuten ruhen lassen. Das Mehl quillt während dieser Zeit auf. Wenn der Teig jetzt zu fest ist, vorsichtig noch etwas Milch hinzugeben.

Eine Pfanne erhitzen und darin verteilt mehrere Kleckse des Teigs geben. Wenn die Pfanne beschichtet ist, benutze ich meistens kein Fett, ansonsten Kokosfett (wie heute). Sowie die Pancakes auf der Oberseite Löcher zeigen, können sie gewendet werden. Am Schluss die gehackten Haselnüsse so lange rösten, bis das typische Aroma zu riechen ist.

Drei Pancakes sind für mich eine Portion. Darauf gab ich 3 EL des herrlich cremigen griechischen Joghurts. Jetzt noch ein halbe in Scheiben geschnittene Banane (Die sind noch aromatischer, wenn sie in der Pfanne mit etwas Kokosfett gebraten werden.) auf den Joghurt geben und obendrauf die Haselnüsse. Wer es süßer mag, gießt noch etwas Ahornsirup oder Agavendicksaft über das ganze Frühstück.

LECKER!

Das spricht meine Seele an! Gesundes und trotzdem leckeres Frühstück.

Es war ein Genuss, die fluffiges Pancakes mit dem Joghurt zu essen.








Sonntag, 15. Mai 2016

Ballengang baut den Körper um - hilf' ihm!

Wenn ich mich entscheide, dann gibt es nur GANZ oder GAR NICHT. Deshalb habe ich am 14. Februar 2016 meine Schuhe ausgezogen und laufe seitdem barfuß. Lediglich in Eis und Schnee habe ich meine selbstgemachten Huaraches oder die genähten Ballerinas angezogen. Das hatte allerdings Folgen. Ich hatte heftigen Muskelkater, meine Sprunggelenke schmerzten, die Ballen brannten.

Jetzt, nach drei Monaten, sieht die ganze Sache schon etwas anders aus. Meine Fußsohlen werden aus kräftigen Muskeln gebildet. Die Haut ist fester geworden, so dass sie nicht mehr so empfindlich auf Steinchen und abgebrochene Zweige reagieren. Vor ein paar Tagen - wir hatten ja in den letzten zwei Wochen wirklich Glück mit dem Wetter - bin ich auf einen abgeschnittenen Rosenzweig getreten. Ein Dorn stach mir in die Fußsohle. Es piekste kurz, so dass ich nachsah. Der Dorn steckte in der Haut, aber es kam kein Blut. Ich konnte ihn einfach herausziehen. Im letzten Sommer hätte meine Haut geblutet, weil die Haut viel dünner war.

Auch die Statik meines Skeletts hat sich verändert. Bereits am dritten Tag merkte ich beim Yoga, dass meine Fußknöchel nicht mehr aneinander stießen. Meine Zehen haben den Kontakt zueinander aufgegeben. Die klebten ja fast aneinander, weil sie sonst keinen Platz in meinen Pumps gefunden hätten. Jetzt kann ich sie sogar abspreizen.

Diese Veränderungen bewirken mehr in meinem Körper als ich dachte. Die Muskeln werden anders belastet, was eine Wirkung auf die Ausrichtung des Skeletts hat. Ich unterstütze ihn deshalb mit Osteopathie. Danach bin ich zwar immer ziemlich erschöpft, aber die Bewegung hat danach eine andere Qualität. Mein Körper scheint immer mehr in der Lage zu sein, seine Möglichkeiten zusammenzufassen - als Ganzes zu agieren und nicht mit jedem Körperteil isoliert. Das spart Kraft und verursacht in mir ein Gefühl, das ich gar nicht beschreiben kann. Ich fühle, wie mein Körper von Muskeln gehalten und begrenzt wird. Es fühlt sich richtig und stark an. Das mag ich. :-)

Außerdem habe ich mir in der Anfangszeit angewöhnt, jeden Abend meine Füße zu baden. Das entspannt die Muskeln und weicht die Hornhaut auf. Die glätte ich jeden Abend mit einem leichten Bimsstein. Die Hornhaut an den Fersen ist dadurch immer schön glatt und kann so gar nicht reißen. Danach fette ich sie mit Sheabutter ein. Dadurch kann sich auch weniger feiner Staub in die Haut fressen.

Ich finde, wenn ich Körperteile nackt zeige, sollten das bei anderen Menschen keinen Ekel erzeugen. Manchmal wird mir allerdings schlecht, wenn Barfüßer Fotos ihrer Füße bei Facebook posten. Schmutzige Füße sind OK. Sie sind ja in Gebrauch. Was man das aber an ungepflegten Füßen sieht, ist manchmal echt gruselig. Die Fersen sind so voller Rhagaden, dass ich schon beim Ansehen Schmerzen habe. Als Staatliche geprüfte Kosmetikerin habe ich in den Jahren, in denen ich diesen Beruf ausgeübte, einiges gesehen. Aber meine Kunden hatten trotz aller Fehlstellungen und Probleme gepflegte Füße. Wer sich also nicht selbst um seine Füße kümmern kann, sollte sie in Fachhände geben. Sie sollen doch noch lange halten.

Tipps für Neu-Barfüßer:
  • steige um auf den Ballengang
  • erhöhe die Zeit, in denen du barfuß gehst, so langsam, dass dein Körper Zeit hat, sich an die Veränderungen anzupassen
  • ziehe auch ab und zu mal Schuhe mit Fußbett ab, z. B. Croc, um den Muskeln die Möglichkeit zum Ausruhen zu geben
  • bei Muskelkater helfen Arnica-D6-Globuli
  • pflege deine Füße, benutze naturreine Fette, die wenig Säure enthalten (unsere Haut ist basisch)
  • reinige deine Füße mit richtiger Seife (die ist basisch) oder gebe ins Wasser etwas Natron
  • unterstütze deinen Körper mit Osteopathie, damit er besser mit den Veränderungen umgehen kann
  • Du bist kein Weichei, wenn du nicht auf Split läufst. Steigere die Reize langsam.
  • Hab' Spaß!

Donnerstag, 5. Mai 2016

Ich entscheide ...

Die Natur explodiert. 
Was war das für ein herrlicher Tag heute. Die Sonne schien warm, der Wind war lau. Ringsum schießt das Grün in die Höhe, und ich war mittendrin in meinem Sommerkleid - ohne Schuhe. Als ich so durch den warmen Sand lief musste ich an den Winter denken. Was mache ich, wenn es kalt ist? Ich habe vor drei Monaten - also mitten im Winter - die Schuhe ausgezogen. Das kommt mir schon so ewig vor. Ich muss mich schon sehr darauf konzentrieren, wenn ich mich erinnern will. Barfuß zu laufen ist für mich total normal geworden. Ich suche morgens nach dem Aufstehen nicht mehr nach meinen Hausschuhen. Das Haus verlasse ich meistens barfuß. Nur zu manchen Terminen ziehe ich meine selbstgenähten Ballerinas an.

Es ist so herrlich einfach, keine Schuhe anziehen zu müssen. Jetzt schaue ich höchstens mal, ob der Nagellack zu meinem Kleid passt. Früher musste ich noch die farblich passenden Schuhe finden. ;-) Das war nicht immer so. Es gab Zeiten, da hatte ich nur ein schwarzes und ein weißes Paar Schuhe. Die passten immer. Aber nachdem meine Kinder weg waren, trieb ich's bunt. ;-) Mit den Jahren hat sich da die ganze Farbpaletten in meinem Schuhschrank eingefunden. Je mehr man hat, desto komplizierter wird das Leben - finde ich. Machen wir uns das Leben selbst schwer? Warum bleiben wir nicht einfach bei den einfachen, überschaubaren Dingen? Ist es die Herausforderung, etwas Neues zu entdecken oder ausprobieren zu können?

Ich kann mir ein Leben ohne iPad zwar vorstellen, ohne iPad ist das Leben nicht weniger sinnvoll als mit, aber ich genieße die Bequemlichkeit, jederzeit alles für mich Wichtige zur Hand zu haben. Ich glaube, darin liegt die Kunst, die Balance zwischen Einfachheit und Komfort zu finden. Ich mag diesen Balanceakt. Er lässt mich fühlen, dass ich lebe. Ich darf entscheiden. Ich mag es gar nicht, militant an einer Sache festzuhalten. Ich hab's mal mit vegetarischem und später auch mit veganem Essen versucht. Kann man machen. Schmeckt auch. Aber nicht jeden Tag. Nicht für mich. Ich brauche die Vielfalt, aus der ich mir aussuche, was gerade JETZT gut für mich ist.

Ein Hoch auf die Freiheit, selbst entscheiden zu können!